Ende August war es auf Kabel Eins spannend: Bei „Mein Lokal, Dein Lokal“ drehte sich eine Woche lang alles um die Biergärten im Chiemgau. Mit dabei beim „Mein Lokal, Dein Lokal“-Biergarten-Spezial waren auch wir vom Raitner Wirt in Schleching-Raiten. Inhaber Martin Heindl und sein Team stellten sich der Konkurrenz und zeigten vor laufenden Kameras, was ihren Biergarten und ihre Küche ausmacht.
Im Interview erzählt Martin, wie er den Dreh erlebt hat, was hinter den Kulissen passiert ist und warum aus Konkurrenten schnell Kollegen wurden. Und wir verraten euch natürlich auch, wer am Ende gewonnen hat.
„Mein Lokal, Dein Lokal“ im Chiemgau: So hat Wirt Martin Heindl vom Raitner Wirt den Dreh erlebt
wie kam es, dass du bei „Mein Lokal, Dein Lokal“ mitgemacht hast?
Wir wurden von der Produktionsfirma angesprochen. Sie wollten für ein Sommerspecial zum Thema Biergärten im Chiemgau drehen und haben gefragt, ob wir mitmachen. Und da mussten wir nicht lange überlegen. Wir haben einen wunderschönen Biergarten, auf den wir wirklich stolz sind – da hat das einfach gepasst. Also haben wir ziemlich schnell zugesagt.
Was ging dir durch den Kopf, als feststand: Das Fernsehen kommt?
Putzen, putzen, putzen. Nein, Spaß beiseite: Ein bisschen Respekt hatten wir schon. Der Dreh fand rund um unsere jährliche Trachtenwallfahrt statt – also genau in einer Zeit, in der wir sowieso schon auf 110 Prozent laufen. Und dann haben wir uns mit dem Fernsehen noch ein bisschen mehr Arbeit aufgehalst. Aber genau das hat es am Ende auch besonders gemacht.
Wie hast du dich und dein Team auf den Dreh vorbereitet?
Genauso wie auf jede andere Veranstaltung bei uns. Wir wollten uns fürs Fernsehen nicht verbiegen. Also keine extra Karte, keine Gerichte, die es sonst nicht gibt – sondern genau das, was unsere Gäste auch im normalen Betrieb bekommen. Natürlich sein, authentisch bleiben: Das schätzen unsere Gäste an uns und daran wollten wir auch für ein TV-Format nichts ändern.
Wie unterscheidet sich ein Drehtag vom Restaurantalltag?
Die Drehtage waren anstrengend, weil so eine Produktion mit dem normalen Restaurantalltag kaum etwas zu tun hat. Bei uns muss es schnell gehen: kurz absprechen, entscheiden, weitermachen. Beim Fernsehen braucht vieles mehr Zeit. Dazu kam, dass wir draußen gedreht haben. Da waren plötzlich auch Wetter und Lichtverhältnisse ein Teil unseres Tagesplans.
Was war für dich persönlich die größte Herausforderung, während Kameras und andere Gastronomen dabei waren?
Ganz klar: nie zu vergessen, dass man die ganze Zeit ein Mikrofon trägt. Der Tontechniker hört nämlich wirklich alles mit – auch das, was eigentlich gar nicht für die Öffentlichkeit bestimmt ist … Da überlegt man sich den einen oder anderen Kommentar dann doch zweimal 😉
Für welche Gerichte hast du dich zur Sendung entschieden?
Wir haben uns für beliebte Sommergerichte entschieden, die unsere Gäste aus unserem normalen Repertoire kennen. Gleichzeitig wollten wir die Gelegenheit nutzen, neue Gerichte auszuprobieren, die wir uns gut vorstellen konnten. Dabei hatte meine Küchencrew sehr viel gestalterische Freiheit. Mir war wichtig, dass auch ihre Ideen mit einfließen.




Gab es Momente, bei denen du dachtest: Läuft anders als geplant?
Eigentlich täglich. Egal, ob du bei den anderen Gastronomen mit in der Küche stehst oder selbst Gastgeber am eigenen Drehtag bist: Plötzlich passieren Dinge, die im normalen Restaurantalltag garantiert nicht passieren würden. Genau das macht so einen Dreh natürlich auch spannend. Am besten einfach mal selbst die Sendungen erleben.
Wie War die Stimmung unter den teilnehmenden Gastronomen – mehr Konkurrenz oder mehr kollegialer Austausch?
Wir waren wirklich eine tolle Truppe und haben uns von Anfang an super verstanden. Konkurrenzdenken gab es eigentlich nicht. Im Gegenteil: Wir treffen uns bis heute regelmäßig zum Stammtisch und unterstützen uns gegenseitig, wenn es irgendwo möglich ist. Aus fünf Mitbewerbern ist ziemlich schnell eine richtig gute Runde geworden.
Was hat dich an einem solchen Fernsehdreh am meisten überrascht, weil man es als Zuschauer normalerweise nicht mitbekommt?
Überrascht hat mich, wie wenig wiederholt werden musste. Vieles wurde gedreht, wie es passiert ist. Außer wir hatten am Tisch „zu viel Spaß“ und mussten noch mal anfangen 😉 Obwohl es nicht unser erster TV-Auftritt war, fand ich den technischen Aufwand beeindruckend. Wie viel Equipment hinter Fernsehen steckt, bekommt man als Zuschauer überhaupt nicht mit.
Was nimmst du als Gastronom aus dieser Erfahrung mit?
Diese Woche werde ich dafinitiv nicht vergessen. Bei den anderen Gastronomen zu sehen, wie sie arbeiten, war für mich unglaublich wertvoll. Und dass daraus Kontakte entstanden sind, die über den Dreh hinausgingen. Das Kollegiale dabei war vielleicht die schönste Erfahrung. Wir hatten und haben alle nur ein Ziel: Unsere Gäste rundum zufrieden zu machen.
„Mein Lokal, dein Lokal“: Biergarten-Spezial im Chiemgau
Ausstrahlung war ab 31. August 2026 auf Kabel Eins
Wir gratulieren herzlich Gastronom Hannes von „Post Kurbe“, der das Biergarten-Spezial 2026 für sich entschied.

